Eskimo Callboy

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Polarisieren ist laut Duden ein schwaches Verb, hat aber oftmals eine starke Wirkung. Zumeist ist diese ungewollt. Im Falle von Eskimo Callboy trifft dies allerdings nicht zu. „Es war uns alleroberste Priorität, dass wir beim Schreiben des Albums das bekannte „Kopfschütteln" bei den Kritikern nicht missen lassen wollten", so Sänger Sebastian aka Sushi zu den Themen Polarisation und Provokation. Es steckt also System hinter dem, was das Sextett tut. Demzufolge ist davon auszugehen, dass der Bandname nicht rein zufällig die Nähe der Polare sucht...


Zehn Jahre irrten die sechs Musiker von Eskimo Callboy durch den Kosmos namens Rockmusik bis sie in einer Art Kernschmelze 2010 zueinander fanden. Gerüchten zufolge war auch Alkohol im Spiel als das jetzige Konzept zum ersten Mal musikalisch Gestalt annahm. Der Song „Monsieur Moustache vs. Clitcat" war die Initialzündung zu dem, was Eskimo Callboy heute laut Eigenaussage darstellen: Tanzbarer Porno-Metal mit einer Prise psychedelischem Glam- Rock! Das kommt an, macht an und eckt an. Manchmal.


Die 6 Track EP "Eskimo Callboy 2010" spiegelte im letzten Jahr den Erfindungsreichtum der sechs Mittzwanziger aus Castrop-Rauxel am Anfang ihres Banddaseins wider, doch seitdem ist viel passiert. Zuviel um unerwähnt zu bleiben, und alles sollte auch wieder auf einen Tonträger gebannt werden. „Nachdem wir unsere EP veröffentlicht hatten, sind wir direkt auf die Bühne gegangen. Nach sechs Monaten und 30 Shows war soviel passiert, dass ein Album her musste. Sogar Beziehungen sind wegen der Band in die Brüche gegangen, dass musste alles aufgearbeitet und vor allem festgehalten werden."


Allen Weiterentwicklungen zum Trotz orientierten sich Eskimo Callboy beim Schreiben der neuen Songs am Sound der EP. Doch mit der Zeit wurden die Arrangements immer ausgefeilter, so dass zum neuen Longplayer nur noch eine Art Brückenschlag übrig geblieben ist. Bestes Beispiel dafür ist die ersten Single-Auskopplung „Is Anyone Up", in der die Band selbstbewußt brachiale Metal-Riffs mit eingängigen Elektro-Spielereien und einem hymnischen Refrain kombiniert. Ob Songs wie „Bury Me In Vegas", „Wonderbra Boulevard" oder „The Kerosene Dance", Eskimo Callboy präsentieren sich mit ihrem Metal-Sound eindeutig am Puls der Zeit!„ Das Album ist härter und gleichzeitig poppiger geworden, knüpft aber dabei an den vorangegangenen Stil an so dass wir sagen können, im Großen und Ganzen sind wir uns selbst treu geblieben."


Sich selbst treu zu bleiben, das bedeutet auch, eine Unbeschwertheit an den Tag zu legen, der sie eine Menge Fans verdanken. Unbekümmert, leicht und mutig kommen sie daher, vereinen dabei, was schwierig zu vereinen ist und schaffen damit Diskussionsgrundlagen. „Jeder von uns bewegt sich seit Jahren musikalisch vor allem im Metalbereich. Aber privat hören wie auch viel Elektro und Pop. Schon beim Schreiben der EP war uns nichts zu absurd, wir haben viele neue Dinge ausprobiert und tatsächlich nichts verworfen. Und auch wenn es innerhalb des ersten Jahres von Eskimo Callboy in mancher Hinsicht etwas professioneller geworden ist, war uns klar, dass wir die Unbeschwertheit nicht verlieren dürfen."


Zu den „professionellen Dingen" gehört das Signing mit Redfield Records. „Das Label hat sich Shows von uns angeguckt, anschließend sind wir ins Gespräch gekommen und scheinbar hat sie überzeugt, was sie gesehen und gehört haben." Doch auch die Organisation der Band ist professioneller geworden, das Bandgefüge heute ein Konstrukt, dass sich wie „eine kleine Familie anfühlt." Beste Freunde sind sie geworden, die Band weit mehr als nur ein Hobby. „Wir verbringen unendlich viel Zeit miteinander, deshalb ist auch das Gemeinschaftsgefühl enorm gewachsen."


Weswegen es in ihren Texten auch oft um wahre, gemeinschaftlich erlebte Geschichten geht. „Hinter jedem Song steckt eine wahre Geschichte, die dann mit viel Fantasie ausgeschmückt wird. Allerdings sollte man die Texte nicht zu ernst nehmen, denn sie beinhalten jede Menge Sarkasmus. Es geht dabei hauptsächlich um Partys, Sex, Suff-Erlebnisse und zwischenmenschliche Beziehungen."


Das Savoir Vivre der unbekümmerten Jugend spiegelt sich vor allem in den Dance-Parts ihrer Musik wieder. Denn die Sechs wissen aus eigener Erfahrung, was ihre Altersgenossen wollen. „Feiern und tanzen! Durch die Elektro-Elemente in unserem Sound ergibt sich eine tanzbare Mischung. Das ist uns sehr wichtig, denn unsere Musik soll gute Laune machen."


Die Prioritäten sind gesetzt, jetzt kommt der Blick nach vorne. „Wir wollen einfach so weitermachen, wie bisher. Viel reisen, viele neue Leute kennenlernen, Städte sehen, unser Netzwerk erweitern – kurz: eine gute Zeit haben. Unser „großes" Ziel ist es, eine Tour durch die USA zu spielen. Aber vor allem wollen wir uns nicht festlegen lassen, was unseren Sound angeht. Denn es geht nicht nur um die Musik alleine, sondern auch um ein temporäres Lebensgefühl, das wir vermitteln wollen."


Hörproben und Termine gibt es auf www.myspace.com/eskimocallboy oder www.facebook.com/eskimocallboy


Eskimo Callboy sind:
Sebastian Biesler - Vocals
Kevin Ratajczak - Synts, Vocals
Daniel Haniß - Guitar
Pascal Schillo - Guitar
Daniel Klossek - Bass
Michael Malitzki - Drums

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