Fokussierung. Konzentration. Besinnung.
Das sind ziemlich rare Qualitäten in einer
Zeit, in der die Musikindustrie jeden Tag
auf´s Neue dutzende Bands präsentiert,
verschlingt, zerkaut, herunterschluckt
und im gleichen Moment wieder unbarm-
herzig ausscheidet. Die Folge ist ein schier
grenzenloser Output an Worten und Musik
ohne Seele, Herz und Bedeutung.
The Blackout Argument haben 2010 den
Fuß vom Gas genommen. Der Grund dafür
war nicht etwa ein Mangel an Motivation
oder Zeit, sondern eine ganz bewusste
Entscheidung. Nachdem die Band fast alle
persönlichen und eine Vielzahl allgemeiner
"Musikbusiness-Ziele" (diverse Europa-Touren,
eine lange Liste beeindruckender Veröffent-
lichungen, eine konstant positive Medien-
präsenz, etc.) erreicht hatte, kristallisierte
sich immer mehr heraus, worum es ihnen
eigentlich geht: Um die Musik an sich und
dem damit verbundenen, kreativen
Schaffensprozess!
Diese Erkenntnis und der damit einher-
gehende, überfällige Umbruch im
Selbstverständnis der Band waren die
ersten Schritte auf einem geraden,
aber dennoch langen Weg, welcher
letztendlich zur Entstehung ihres neuen
Albums "Detention" führte.
Der Grundstein dafür wurde bereits im Juni
2009 gelegt, als The Blackout Argument die
ersten fünf Demosongs geschrieben und
aufgenommen hatten. Seitdem arbeitete
die Band konstant an dem neuen Album
und an sich selbst. Es entstanden über 20
Songs, wobei jedem einzelnen Titel genug
Zeit zum Reifen und Raum für Verbesserungen
eingeräumt wurde. Am Ende dieses nativen
Zyklus wurden die Songs in aller Ruhe und
mit größter Aufmerksamkeit in den Suiseidl
Studios (München) aufgenommen und gemischt.
Im Anschluss wurde das Material auf 14 perfekt
harmonisierende Songs reduziert und das
Album zusammengestellt.
Die Entscheidung, das Album selbst zu
produzieren, spielte ebenfalls eine wichtige
Rolle im Selbst(wieder)findungsprozess
der Band. "Detention" ist durch den Input
aller Bandmitglieder gleichermaßen
eingängig wie anspruchsvoll geworden.
Der lebendigen und mitreißenden Mischung
aus melodischem Rock und "Hardcore
ohne Scheuklappen" kann man sich als
Hörer nur schwer entziehen. Letztendlich
haben The Blackout Argument mit "Detention"
genau das Album geschrieben, was sie seit
ihrer Gründung immer schreiben wollten:
"Nach über 12 Monaten harter Arbeit und
kreativem Output haben wir die
Aufnahmen endlich abgeschlossen.
Ihr kennt das ja: Bands, die über ihr eigenes
´künstlerisches Werk´ reden, sind niemals
objektiv - wie auch! Aus diesem Grund haben
wir die neuen Songs einigen Freunden von
uns vorgespielt, von denen wir wissen,
dass sie uns ihre ehrliche Meinung jederzeit
schonungslos mitteilen. Geschmäcker sind ja
bekanntlich verschieden, in einem Punkt waren
sich jedoch alle einig: ´Detention´ ist das beste
Release, das The Blackout Argument bisher
aufgenommen haben. Unsere Entscheidung den
Fuß etwas vom Gas zu nehmen und uns auf
das Wesentliche zu konzentrieren, hat sich also
am Ende für uns bezahlt gemacht.
Das Album strotzt geradezu vor Energie und
liebevollen Details, ganz besonders wenn es sich
von seiner melodischen Seite zeigt, was dieses
mal sehr oft der Fall ist. Wir fühlen uns allesamt
sehr mit ´Detention´ verbunden und können es
kaum erwarten, das mit Euch zu teilen."
Eingebettet in diesen emotionalen und
strategischen Wandel wirkt der Wechsel zu
einem neuen Label geradezu selbstverständlich.
Redfield Records sind das perfekte Zuhause für
The Blackout Argument; die gemeinsame
Schnittmenge an Zielen, Auffassungen und
Arbeitsweisen könnte kaum größer sein.
Mit "Detention" im Rücken sind The Blackout
Argument nun mehr als heiß darauf zu zeigen,
warum zwischen ihnen und all den kurzlebigen,
lauwarmen und gesichtslosen Bands da draußen
eine endlos große Kluft klafft. Auf jeder Bühnen,
die sie unter die Füße kriegen, werden sie ihren Ruf
als eine der wenigen wirklich authentischen und
leidenschaftlichen Bands dieser Zeit immer
und immer wieder unter Beweis stellen.