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Photos of Jamey Jasta Interview + Hatebreed Show in Vienna.
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12 Dinge über Hatebreed’s Jamey Jasta

Aug 262019

Jamey Jasta ist derzeit auf Tour, um 25 Jahre Hatebreed zu feiern. Wir haben ihn auf ihrer Show in Wien getroffen und über Musik, seine Karriere, Nebenprojekte, die Vergangenheit und die Zukunft gesprochen.

Let's go!

„Hatebreed war früher hauptsächlich eine Crossover-Band. Wir spielten mit allen möglichen Bands, von "Six Feet Under", "Machinehead" bis "Integrity".“

1. 25 Jahre Hatebreed! Wie läuft die Tour bis jetzt?

Wir sind bereits beim zweiten Teil der Tour. Die Shows in Amerika waren großartig. Wir arbeiten mit all diesen großen Bands wie "Terror" und "Obituary" zusammen. Zehn Jahre lang haben wir nicht mehr so viele Tickets wie bei dieser Tour verkauft. Also, alles ist großartig!

2. Gibt es noch irgendwelche Meilensteine, die ihr erreichen wollt?

Bestimmt. Es gibt einige Dinge. Während dieser Tour haben wir auch ein paar Sachen von der Liste streichen können. Zum Beispiel als Headliner am "Motocultor Festival" in Frankreich zu spielen. Das haben wir vor zehn Jahren gemacht, als sie als kleines Festival begonnen haben. Jetzt dort als Headliner zu spielen ist einfach toll. Wir setzen uns aber auch neue Ziele. Wir haben noch nie Madison Square Garden gespielt. Es wäre toll, das irgendwie in die Realität umzusetzen.

3. Kannst du dich an deine erste Hatebreed Show erinnern? Wie war es?

Oh ja. Wir haben in einem Skatepark gespielt (lacht). Ich glaube, es war mit "Earthcrisis". Wir spielten aber nur vier Songs, weil das alles war, was wir damals hatten. Wir haben einige von denen sogar zweimal gespielt.

4. Wie vergleicht sich die heutige Hardcore-Szene mit der Hardcore-Szene, als du mit Musik begonnen hast?

Der Hauptunterschied ist, dass es viel mehr Subgenres und weniger Crossover gibt. "Hatebreed" war früher hauptsächlich eine Crossover-Band. Wir spielten mit allen möglichen Bands, von "Six Feet Under", "Machinehead" bis "Integrity". In Europa ist es viel einheitlicher als in den USA. Aber sie werden es auch noch hinkriegen. Wir müssen einfach abwechslungsreichere Touren machen, auf denen wir mit den unterschiedlichsten Bands spielen.

5. Welchen Hatebreed Song spielst du am liebsten live?

Wahrscheinlich "In Ashes They Shall Reap". Oder bei unserer letzten Show haben wir mit "Proven" begonnen. Das ist ein fetter Song, um gleich am Anfang die Leute zu motivieren. Unser größter Song ist aber zurzeit unsere Single "Looking Down the Barrel of Today". Das ist in den Köpfen der Menschen am frischesten, sodass sie sich am meisten darüber freuen.

6. Wenn du noch einmal mit Musik bei null beginnen müsstest, wie würdest du starten?

Wenn ich noch einmal von vorne anfangen müsste, würde ich wahrscheinlich eine meiner Lieblingsbands nachahmen oder dieser beitreten wollen. Denn genau das würdest du als Jugendlicher machen. Du siehst zu all diesen Bands auf und möchtest so sein wie sie. Ich denke, manchmal wenn man älter wird, verliert man etwas von dieser Magie. Vor einiger Zeit haben wir bei einer Show namens "Ozzfest" gespielt. Ozzie von "Black Sabbath" musste absagen. Rob Halford hat die Show für ihn gemacht. Es war wundervoll. Damit will ich Ozzie keineswegs beleidigen. Es war einfach cool, etwas anderes zu sehen. Wenn ich also neu anfangen müsste und mich zum Beispiel "Sepultura" fragen würde ob ich mitmachen möchte, wäre das sicher cool auszuprobieren und all die Lieder zu singen, die ich liebe.

„alles, was ich jemals in einem Lied GESAGT habe, sage ich nur zu mir. Damit ich nicht aufgebe.“

7. Was braucht es heutzutage, um als Band Erfolg zu haben?

Nun, manchmal mögen die Leute eine Hintergrundgeschichte. Ein Typ, den ich gerade in meinem Podcast hatte, "Tommy Vext". Er singt für "Bad Wolves". Seine Geschichte ist ziemlich interessant. Er hat einen Zwillingsbruder, der versucht hat, ihn zu töten. Er erzählte mir, dass er sich daran erinnert, als er ein kleines Kind war und zu seinen Shows kam. Er hat in vielen Bands mitgewirkt und jedes Mal neu angefangen. Mittlerweile hat er jetzt mehrere Radio-Hits in Amerika. Es ist immer noch möglich neu anzufangen und Erfolg zu haben. Aber man braucht eine Story, die überzeugt und natürlich Songs, die gut sind.

8. Wenn du deinem Teenager-Ich etwas sagen könntest, was wäre es?

Ich würde sagen, schlafe mehr, putz deine Zähne (lacht) und kaufe ein Apartment in Brooklyn. Früher konnte man sowas für 15.000$ kaufen. Heute werden die Dinger für mehr als acht Millionen Dollar verkauft. Wir haben früher öfters in Brooklyn gespielt. Die Leute hatten Angst, zu den Shows in dieser Gegend zu gehen.

9. Du hattest in deinem Leben / deiner Karriere viele Höhen und Tiefen. Du bist auch als der positivste Mann im Hardcore bekannt. Hattest du schon immer diese Einstellung zum Leben?

Nicht wirklich, es gab sehr viel Negatives in meinem Leben. Wenn man jung ist und das Gefühl hat, alles spielt gegen einen, ist es fast wie ein Schutzmechanismus positiv zu bleiben. Stell dir vor der Van hat einen Schaden. Das Label zahlt nicht, um das Problem zu beheben. Du hast kein Geld. Du steckst fest. Du kommst nicht in die nächste Stadt. Du trampst. Du sitzt auf der Ladefläche eines Pickup-Trucks. Du flehst die Leute an, dir Geld von zu Hause zu schicken, nur um deinen verrückten Traum zu verwirklichen, und sie sagen: „Ihr seid wahnsinnig. Warum holst du dir keinen richtigen Job? Warum hörst du nicht damit auf?“ Also alles, was ich jemals in einem Lied gesagt habe, sage ich nur zu mir. Damit ich nicht aufgebe. Scheinbar habe ich mit den Songs einfach ein paar Leute angesprochen, die genauso wie ich nicht aufgeben wollen.

10. Mit deinem laufenden Solo-Projekt, Hatebreed, Podcast usw. hast du bestimmt einiges zu tun. Wie gehst du mit so einem vollen Kalender um?

Ich versuche Zeit zu finden, um alleine zu sein. Gestern war zum Beispiel Reisetag. Ich bin zum Hotel gekommen, habe den Podcast aufgenommen und ihn eingeschickt.

     Du postest zweimal wöchentlich einen Podcast, richtig?

Ja, es ist viel Arbeit. Aber das ist es wert! Wie du vielleicht weißt, war ich ein junger Vater. Die meisten Menschen, die jetzt Kinder haben, sind Ende 30 und Anfang 40. Meine Tochter ist erwachsen. Ich wollte nur, dass die Welt für sie ein besserer Ort ist, als in meiner Kindheit. Jetzt hat sie ihr eigenes Leben und ihre eigene Karriere. Ich muss mich also nicht mehr wie früher mit meiner Arbeit umbringen. Ich will weiterhin hart arbeiten, aber nicht auf Kosten meiner Gesundheit.

11. Du hast immer wieder viele große Namen wie Devin Townsend und Pablo Viveros zu Gast bei deinem Podcast. Wen würdest du noch gerne einladen?

Oh ja, da gibt es eine Menge. Täglich schreiben mir so viele Leute, dass ich King Diamond, James Hetfield, Lizzie von "Halestorm", "Slash", usw. einladen soll. Aber es gibt auch viele Leute, mit denen ich mich gerne unterhalten würde, die nicht Musik machen. Wie David Hasselhoff. Das wäre so cool (lacht).

12. Hast du mit deinem Solo-Projekt irgendwelche neuen Releases geplant? Gibt es Künstler, mit denen du gerne zusammenarbeiten würden?

Ja, ich bin fast fertig mit der Platte. Einen Song mit Frankie von "Emmure" habe ich gemacht. Der ist großartig geworden. Ich habe auch wieder einen Song mit Howard Jones gemacht! Wir hatten eine tolle Zeit. Dieser ist noch besser als der letzte. Ich muss nur mehr alles fertigstellen. Letztens habe ich mich mit Devin Townsend darüber unterhalten. Fertig ist man mit einem Album irgendwie nie. Man muss nur selbst damit abschließen und es veröffentlichen. Dann gehört es nicht mehr dir, sondern der Welt. Das muss ich tun.

                                            Stay up to date und folge Jamey Jasta:

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