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Jose Ignacio Cornejo at the 2019 Dakar
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Dakar bricht Herzen und zerstört Träume aber spornt für 2020 an

Jan 212019

Seit 41 Jahren testet die Rally Dakar mentale Stärke, Motoren und Muskeln auf Herz und Nieren, daran hat sich auch auf den 10 Etappen der diesjährigen 5000km durch die unerbittlichen Sanddünen von Peru nichts geändert. Die langen Stunden im Sattel und die fordernden Bedingunen, verlangten alles von Monster Energy HRC Stars wie Yamaha’s Adrien Van Beveren.

Das Honda Quintet aus Joan Barreda, Kevin Benavides, Ricky Brabec, Jose Ignacio Cornejo und Paulo Gonçalves repräsentieren das wohl stärkste Line-Up das die Motorrad Klasse zu bieten hat, aber das Terrain und die Etappen meinten es nicht gut mit ihnen. Barreda konnte zu Beginn einige Etappen siegreich beenden, war aber der erste der ausschied, weil der die Dünen nicht bezwingen konnte.

 

Es folgte Brabec. Die #15 setzte einen massiven Milestone mit seinem Erstsieg in der 4. Etappe, der ihm kurzfristig die Gesamtführung und damit zum ersten mal seit mehr als 30 Jahren einen Amerikaner an die Spitze brachte. Ricky erreichte den Rest Day als “Enemy #1” des Fahrerfeldes, aber schlußendlich waren es Motor “Gremlins” in Etappe 8 und 10 die seine Spitzenposition zunichte machten. “Es ist herzzerreissend. Nicht einfach,” sagte er. “Wir müssen nach Hause, Pause machen und dann wiederkommen. Mir fehlen die Worte. Es war großartig, die letzten Tage in Führung zu sein. Das gesamte Team unterstützt mich so unglaublich: es hat sich so angefühlt als ob die Energie und Zuversicht in mir wirklich groß wären. Das hat mir geholfen solche Tagesleistungen hinzulegen.”

Gonçalves stürzte und Benavides flog aufgrund einer Time-Penalty aus den Top 10: er wurde 12. in der Gesamtwertung. ‘Nacho’ Cornejo erreichte sein bestes Ergebnis in seiner zweiten Rally Dakar mit HRC. Die Anstrengung verschaffte dem Chilenen ein angemessenes Endergebnis. “Am Ende wurde ich 7. In der Gesamtwertung, bin also sehr glücklich” sagte er. “Es wäre schön gewesen, wenn auch einige meiner Kollegen das Rennen beendet hätten, da hatten einige Chancen auf den Sieg. Es gab einen Moment, da kämpften zwei unserer Fahrer um den Sieg mit. Ich bin davon überzeugt, dass wir nächstes Jahr noch starker zurückkehren.”

 

Auf der anderen Seite des Biwak war die Frustration bei Yamaha groß.  Adrien Van Beveren der schon im Jahr 2018 ein fantastisches Ergebnis erzielte hatte, fiel aus dem Rennen. Der Franzose konnte die meisten Etappen unter den Top 7 beenden und war 2 Tage vor dem Finale in Lima auf den 2. Platz aufgestiegen. Nur 10 km vor der Timing Linie der 9. Etappe bedeutete ein überhitzter Motor das Ende.

“Ich bin sehr traurig, aber ich bereue nichts” schrieb Van Beveren auf Instagram. “Ich habe jeden Tag, jeden Kilometer, jeden Moment mein Bestes gegeben und jetzt ein ganzes Jahr Zeit um wieder auf dieses Level zu kommen! Vielen Dank für die Unterstützung.”

 

Im Vergleich zu den 4-Rad Fahrern ist die Rally Dakar ein viel gefährlicheres und forderndes Rennen für die Motorradfahrer. Überhaupt das Finale zu erreichen ist schon eine Leistung für sich, aber die Landschaft von Peru stauchte das Teilnehmerfeld zusammen und erweiterte die Schwierigkeit um das Element der direkten Konkurrenz.

 

Es gibt kaum etwas das so sehr motiviert, wie Fehler oder Unglück. Die FIM Cross Country Rallies World Championship und andere große Rennformate werden die Wartezeit auf die 2020 Dakar verkürzen und den Verlustschmerz zu lindern wissen.

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