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Colby Stevenson Gold Medal Ski Knuckle Huck
NEWS

X Games Aspen - Tag 1

Jan 272020

Wer ist jetzt der Anfänger? Freeskier Colby Stevenson holt sich Gold bei den X Games Aspen 2020

Das weltweit größte Actionsport-Spektakel findet live auf dem Buttermilk Mountain in Aspen, Colorado statt. X Games Aspen 2020 wird von Monster Energy als offizieller Getränkepartner präsentiert und zeigt zum 19. Mal in Folge die oberste Klasse im Actionsport und in der Musikszene mitten in den Rocky Mountains.

Die weltbesten Snowsports Atlethen kämpfen an vier Tagen in 21 Disziplinen um 59 Medaillen. Live für ein globales Publikum im Fernsehen übertragen, handelt es sich um die größten X-Games aller Zeiten mit 166 Athleten aus 21 Ländern sowie Musik von renommierten urban und electronic Acts.

Zu Beginn des actionreichen Wochenendes konnten sich die Monster Energy-Athleten bei allen drei Events am Donnerstagabend beim X Games Aspen 2020 mit einer Gold- und zwei Silbermedaillen auf dem Podest platzieren. Hier erfährt ihr, wie es abgelaufen ist!

Ski Knuckle Huck

 

Das brandneue Ski Knuckle Huck Event, das zum ersten Mal bei den Winter X Games ausgetragen wurde, zeigte kreative Freestyle-Bewegungen vom Roll-Over der Big Air-Rampe, auch "Knuckle" genannt. Der Fokus liegt nicht auf den fettesten Jumps, sondern auf Kreativität, schnellen Turns und einzigartigen Combos in einer 20-minütigen Jam-Session.

 

Das Publikum hatte Lust auf kreativen Freestyle-Ski von seiner besten Seite. Das Feld der acht Athleten hätte nicht vielfältiger sein können, da hier Big Air Rider, neben Park und Urban Ridern antreten. Normalerweise würden sie sonst nur in der X Games „Real Ski“ Serie antreten.

 

Als die Session im Scheinwerferlicht begann, stand ein Rider besonders im Vordergrund: Henrik Harlaut von Monster Energy aus Schweden brachte seine kreative Herangehensweise und die fettesten Tricks in die Schlacht. Bei diesen X Games steht für Harlaut außerdem viel auf dem Spiel, denn er kann Geschichte schreiben, indem er bei X Games seine 12. Medaille holt, die meisten Skimedaillen, die je ein Rider in der Geschichte gewonnen hat.

 

Aber Harlaut hatte eine große Überraschung vor sich.

 

Der fünffache Big Air-Goldmedaillengewinner startete mit einer spektakulären neuen Trickkreation. Ein Nose Press zu einem Switch Frontflip/540, den er selbst als „Griselda Flip“ bezeichnet. Aber bereits am Start, hatte Harlaut kaum Ruhe wegen seinem Monster Energy Teamkollegen. Der 22-jährige Colby Stevenson aus Park City, Utah übernahm mit einem Technical Left 540 zu einem Switch Butter 720 Japan die Führung.

 

Harlaut legte gleich mit einem Switch Left 180 zu Nose Butter Cork 1080 drauf. Aber Stevenson blieb in Führung, nachdem er einen Swtich Left 360 zu einem 180 zu einem Tail Butter 900 Stale Fish landete. Harlaut wusste, dass er etwas fettes braucht, um mit Gold auszusteigen. Ein Switch Left 180 zu einem Nose Butter Double Cork 1080. Potentiell der Trick des Abends. Jedoch verlor Harlaut das Handling bei der Landung.

 

Und genau so nahm X Games-Neuling Colby Stevenson Gold in Form einer stilisierten Brass Knuckle Chain (get it, 'knuckle') im Winner-Takes-All-Event.

 

„Das fühlt sich so unecht an! Davon habe ich geträumt, seitdem ich ein Kind war. Mit all meinen besten Freunden hier draußen zu sein, ist zu schön, um wahr zu sein “, sagte Colby Stevenson, als er bei seinem Debüt bei den X Games in Aspen 2020 am Donnerstagabend Gold gewann.

 

Mit Henrik Harlaut auf dem zweiten Platz, belegte zusätzlich ein weiterer Monster Energy-Rider den dritten Platz. Rookie-Profi Quinn Wolferman aus Park City zeigte nur technische Oberklasse. Zu Wolfermans besten „Hucks“ über die Knuckle zählten ein Switch Left 180 zu Nose Butter Cork 1080, der die Crowd zum Staunen brachte.

 

Men’s Snowboard SuperPipe

 

Als nächstes war es Zeit für Monster Energy Men´s Snowboard SuperPipe. Acht der weltbesten Freestyle-Snowboarder griffen die 600 Fuß lange Halfpipe und ihre 22 Fuß hohen Wände an. Als große Veränderung in diesem Jahr wurden die Fahrer nicht mehr bei ihrer einzigen Bestzeit im Finale gewertet, sondern bei den Gesamteindrücken in einem neuen 35-minütigen Jam-Session-Format.

 

Die größte Rivalität der Nacht war jedoch nichts Neues.

 

Yuto Totsuka von Monster Energy aus Yokohama, Japan, traf auf den Australier Scotty James. Die beiden Rider hatten gerade einen knappen Showdown bei den Laax Open 2020 in der Schweiz beendet. James holte den Sieg, Totsuka wurde Zweiter. Dies war auch das Ergebnis der letzten sechs Wettbewerbe, an denen die beiden teilgenommen hatten, während Totsuka zwei FIS-Weltcup-Events gewann, die James verpasst hatte.

 

Mit dem neuen Jam-Format und einer riesigen Auswahl technischer Tricks war Totsuka am Donnerstagabend im Finale, um die Rechnung zu begleichen. Als jüngster Fahrer im Wettkampf übernahm Totsuka eine frühe Führung mit einem perfekten Lauf, der einen Frontside Double Cork 1260 Mute, Backside 900 Mute, Frontside 1080, Cab 1080 Mute und Frontside 1080 Tail Grab. Scotty James holte sich jedoch den ersten Platz zurück.

 

Yuto Totsuka blieb dicht auf den Fersen des Australiers und erhöhte den Schwierigkeitsgrad des Tricks, indem er seinen Lauf mit einem fetten Frontside Double Cork 1440 Mute zu einen Cab 1080 Nose/Tail Grab. Während Scotty James im Finale immer wieder schwierige Tricks schaffte, kam Totsuka immer näher indem er immer wieder technische Banger wie einen Cab 1060 Double Grab und Switch Backside 1080 brachte.

 

Aber letztendlich ging James mit einer noch intakten Siegesserie davon, als Yuto Totsuka mit einer starken Silbermedaille davonlief.

 

Yuto Totsuka muss man im Auge behalten. Der amtierende japanische national Halfpipe Champion hat jetzt zwei Silbermedaillen bei den X Games und ist trotz seines jungen Alters eine zertifizierte Podiumsbedrohung. Der 18-Jährige hat bewiesen, dass er bei den FIS Snowboard-Weltcups in Calgary und Mammoth Mountain im Frühjahr 2019 ganz oben mithalten kann. Außerdem belegte er bei den Burton US Open Snowboarding Championships 2019 den dritten Platz und belegt derzeit den zweiten Platz auf der FIS Snowboard Halfpipe WM-Bestenlisten. Er wird in der Snowboard SuperPipe Session am Freitagabend um Best Trick Gold kämpfen.

 

Women’s Snowboard Big Air

 

Der erste Tag der X Games Aspen 2020 Pacifico Women’s Snowboard Big Air schrieb gleich mal Geschichte in einem Clash zwischen Rookies und Veteranen. Acht der weltbesten Freestyle-Riderinnen machten die technisch aufwändigsten Aerials über den massiven 70 Fuß langen Jump nach einem 65 Fuß hohen Drop-In.

 

In einem Contest, ähnlich wie Snowboard Superpipe, namens Women’s Snowboard Big Air wurde 35 Minuten lange im Jam gefahren. Da zählte nur der Gesamteindruck. Es ist ein echter Game-Changer. Die Gewinner werden nicht mehr anhand der kumulierten Punktzahl ihrer besten Links- und Rechtsdrehtricks ermittelt. Es braucht jetzt Strategie und vielseitige Tricks, um die Nase vorn zu haben.

 

In diesem neuen Format hatte Kokomo Murase von Monster Energy das Zeug zum Aufstieg auf das Podium. Obwohl sie mit 15 Jahren die jüngste Konkurrentin ist, hat sich das japanische Snowboard-Wunderkind ihrem Big Air-Finale mit Zuversicht und Weitsicht eines Veteranen genähert. Als ihr erster Trick warf Murase einen Backside 900 Tail Grab über den Gap, gefolgt von einem Technical Backside 1080 Mute bei ihrem nächsten Versuch.

 

Murase zeigte ihr vielseitiges Trickrepertoire und landete einen doppelten Under-Flip, bevor sie einen perfekten Double Cork 1260 Mute auf der Rückseite ablegte, einen Trick, den sie als erstes Mädchen in einem Wettbewerb bei X Games Norway 2018 landete. Für ihren letzten Trick wählte Kokomo Murase einen Frontside Double Cork 1080, der ihr Silber brachte, ihre dritte X Games Big Air-Medaille (1 Gold, 2 Silber) in ebenso vielen Auftritten.

 

Murase beendete das Rennen knapp hinter seinem japanischen Snowboardkollegen Miyabi Onitsuka. Mit Reira Iwabuchi auf dem dritten Platz haben die drei Athleten als erstes rein japanisches Podium in der Geschichte von X Games Geschichte geschrieben. Murase zählt bereits zu den aufstrebenden Fahrern auf dem internationalen Snowboard Big Air Circuit und belegte beim jüngsten Big Air Atlanta-Event einige Wochen vor X Games Aspen 2020 den zweiten Platz.

 

Last but not least hat auch der jüngste Neuzugang im Monster Energy Snowboard-Team am ersten Tag einen starken Eindruck hinterlassen: Die 18-jährige Zoi Sadowski-Synnott aus Wanaka, Neuseeland, brachte ihr A-Game zum Big Jump. Mit einem Backside 900 Mute, einem Switch Backside 900 Double Cork und einem schnell drehenden Frontside 900 landete die Newcomerin nur wenige Zentimeter vom Podestplatz entfernt und belegte den vierten Platz. Man muss sie auf jeden Fall im Auge behalten!

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